Die GISA LIONS SV Halle unterliegen beim Auswärtsspiel in Herne mit 69:82. Zwei Momente in einem Spiel bei dem sich die Hallenserinnen auf Augenhöhe mit dem Tabellenfünften präsentierten, machten einen so dringend benötigten Sieg fast nicht möglich.

Das Spiel am Samstagabend begann ausgeglichen, die GISA LIONS spielten konzentriert und arbeiteten vor allem gut im Rebound. Herne hatte eine gute Trefferquote, aber die GISA LIONS blieben dran und konnten mit 17:20 in Führung gehen. Dann der erste Schock für Halle. Beim Stand vom 19:20 (7 Spielminute) setzte sich Milan Quinn zum Korb durch, verwandelte, aber durch den Zusammenstoß mit einer Herner Spielerin konnte sie nicht richtig landen und verletzte sich dabei Fuß. Sie musste danach vom Feld und konnte nicht mehr eingesetzt werden. Die GISA LIONS blieben aber dennoch dran und das Viertel ging mit 27:26 and die Hernerinnen. Im zweiten Viertel blieb es zunächst arm an Punkten. Beide Teams verteidigten intensiv und die Bälle fanden seltener ihr Ziel. Dreh- und Angelpunkt der LIONS war Khadija Shumpert, die sowohl punktete als auch im Rebound stark war. 30:30 stand es nach 14 gespielten Minuten und die zweite verhängnisvolle Situation passierte in der Verteidigung. Shumpert foulte unglücklich und ging dabei selbst verletzt zu Boden. Auch sie konnte nicht mehr in die Partie eingreifen. Das war für die GISA LIONS ein weiterer herber Rückschlag, denn Shumpert hatte bis zu diesem Zeitpunkt 14 Punkte und 4 Rebounds beigesteuert. Doch mit vollem Einsatz nahmen die verbliebenen Spielerinnen den Kampf an. Djukic und Büschel ersetzten die beiden Verletzten so gut es eben ging. Coach Christian Steinwerth wechselte strategisch  und bis zur Halbzeit blieb Halle dran. 43:40 stand es nach 20 Minuten. Tribut zollen mussten die GISA LIONS ihrem Verletzungspech dann in Viertel 3. Herne spielte konzentriert weiter, während die Löwinnen den Spielfaden verloren hatten. Das lag unter anderem daran, dass einige gut erarbeitete Bälle nicht ihr Ziel fanden und Herne immer wieder zweite Chancen nutzten konnte. Mit 22:11 verloren die Damen diesen Abschnitt. Danach aber zeigte sich, was bei den GISA LIONS möglich ist. Christian Steinwerth stellte in der Verteidigung auf Zone um und das wirkte. In den ersten vier Minuten des vierten Viertels spielten die Hallenserinnen defensiv aufwendig und offensiv schnell, machten aus der Not eine Tugend und konnten einen 0:10-Lauf hinlegen. Beim 61:65 erst kassierten die LIONS jedoch einen schmerzlichen Dreier, der Herne wieder aufweckte. Die Gastgeberinnen trafen wieder, während sich bei den Hallenserinnen mehr Fehler einschlichen und offene Würfe nicht fielen.

Die GISA LIONS hoffen jetzt, dass die Verletzungsdiagnosen für Milan und Khadijah nicht schwerwiegend sind und sie bald wieder ins Spielgeschehen eingreifen können. Gute Besserung!

 

GISA LIONS SV Halle: Hrynko (22 Punkte/10 Rebounds/2 Dreier), Shumpert (14/4/-), Henningsen (7/-/2), Pohlmann (7/1/1), Quinn (6/4/-), Djukic (6/11/-), J. Schinkel (5/3/-), La. Schinkel (2/3/-), Kiejdrowska