VON ANDREA HEISE

Eine Weisheit besagt: “In der Ruhe liegt die Kraft”. In Anbetracht der Tatsache, dass auch die Damen Basketball Bundesliga auf unbestimmte Zeit Geisterspiele absolvieren wird, haben die GISA LIONS zum ersten Heimspiel am Reformationstag oder dem auch gern zelebrierten Halloween ausreichend Stille. 
Ob dadurch überschüssige Energie frei gesetzt werden kann, bleibt abzuwarten, aber es ist, was es ist.

Nachdem die Stadt Halle bekannt gegeben hat, dass sowohl der Hallesche FC als auch die GISA LIONS am Samstag definitiv ohne Zuschauer spielen und darüber hinaus die Forderung stellte, dass das Team des BC Pharmaserv Marburg ein negatives PCR Testergebnis für eine Anreise nach Halle vorzulegen hat. Marburg konnte diese Maßgabe glücklicherweise erfüllen. So kann zumindest als kleiner Trost der leidgeprüften Basketballseele mit Abstand und Fassbrause ein hoffentlich spannendes Duell bei sporttotal.tv  geschaut werden.

Betrachten wir den Saisonstart beider Mannschaften, hat das Team von Julian Martinez seine Bundesliga-Auftaktpartie gegen die Inexio Royals Saarlouis mit 76:55 gewonnen. Trotz einiger Verletzungssorgen wichtiger Spielerinnen (Bertholdt, Wagner und Simon) zeigten die Marburgerinnen, dass sie sich einiges vorgenommen haben. Mit Joey Klug, Rachel Arthur, Alexandra Wilke und Tonisha Baker trafen gleich vier Spielerinnen zweistellig.
Die GISA LIONS kehrten mit einer unglücklichen Niederlage aus Herne zurück.
Die einzige Gemeinsamkeit beider Teams waren die exorbitanten Ballverluste, wobei Marburg (29) die LIONS (26) in dieser Kategorie sogar noch übertroffen hat.

In der zurückliegenden Saison schwebte über den Partien beider Mannschaften das Abstiegsgespenst und zweimal hatten die GISA LIONS knapp das Nachsehen.
Das Trainergespann Kortmann/Rosanke hat die zurückliegende Woche intensiv genutzt, um dem Spiel der Löwinnen den nötigen Biss zu verleihen, die Trefferquote an der Freiwurflinie zu verbessern und das eigene Setplay sicher und erfolgreich abzuschließen.
Bleibt zu hoffen, dass die geräuscharme Atmosphäre in der sonst so stimmungsvollen ERDGAS Sportarena dennoch alle notwendigen Kräfte freisetzt, um am Ende ein süßes Lächeln und kein saures Gesicht zu erzeugen.

LET’S GO LIONS!