Lilly Oswald beim Sprungwurf, nur durch Foul zu stoppen – die anschließenden Freiwürfe brachten ihr den ersten Punkt!
Foto: Screenshot sporttotal

VON FRANZISKA SEIFERT

Die GISA LIONS SV Halle holen am 10. Spieltag ihren 2. Heimsieg in Folge und damit den dritten Sieg der Saison. Mit 73:61 besiegen die Hallenserinnen die inexio Royals aus Saarlouis.
Das Team aus dem Saarland kam ersatzgeschwächt (US-Aufbauspielerin Braydey Hodgins verließ die Royals kurzfristig) und ohne Trainer Marc Hahnemann (erkrankt – gute Besserung!) nach Halle und die Körpersprache in der Erwärmung sprach eine eindeutige Sprache – die Royals wollten den Auswärtssieg. Doch wie auch schon vor vier Tagen gehörte die Anfangsphase den Löwinnen. Mit Tempo, wacher Defense und starken Aktionen von Darien Huff legten sie einen 10:0-Lauf vor, bevor Saarlouis die erste Auszeit nutzte, um sich neu auszurichten. Die GISA LIONS blieben aber die dominierende Mannschaft und entschieden die ersten 10 Minuten mit 22:9 für sich. Im zweiten Viertel hatten die GISA LIONS Schwierigkeiten, sich gegen die taffe Zonenverteidigung der Gäste durchzusetzen. Wenn es dann doch gelang, fielen einfache Würfe nicht durch die Reuse, so dass der zweite Abschnitt mit 13:19 an die Royals ging.
Beim 35:28 wurden die Seiten gewechselt und zunächst blieben die Löwinnen im Angriff weiter glücklos. Nach vier gespielten Minuten kamen die Saalouiserinnen wieder auf 40:34 heran. Die Verteidigung war jedoch stark und dann fand Centerin Stella Fouraki ihren Wurfrhythmus. Während sie bis dahin vor allem durch starke Rebounds glänzte, legte die #15 nun auch einen nach dem anderen aus Nah- und Mitteldistanz rein. 10 ihrer 22 Punkte machte sie in diesem Viertel und hatte maßgeblich Anteil an der 56:40-Führung. Die Royals gaben nicht auf, mussten aber ihrer kleinen Rotation Tribut zollen und die Löwinnen konnten sich zwischenzeitlich auf 20 Punkte absetzen. In den letzten Minuten gab Trainergespann Kortmann/Rosanke Teamküken Lilly Oswald (17) ihren ersten Einsatz in der 1. Bundesliga und diese bedankte sich mit mutigem Spiel und drei Punkten. Alle Löwinnen bekamen in diesem Spiel Einsatzzeit und am Ende gelang erneut ein Teamerfolg.
Einen „wichtigen Arbeitssieg“ nannte Trainer Peter Kortmann die Leistung seines Teams, nicht ohne den Funken Erleichterung. „Nach unserem starken Start, hat man dann gemerkt, dass die Energie doch endlich ist, nach den vergangenen spielintensiven Wochen. Aber ich denke, nach drei Siegen aus vier Spielen geht die Tendenz in die richtige Richtung und nimmt uns ein bisschen den Druck. Mit unserer neuen Centerin Stella Fouraki haben wir wirklich einen Glücksgriff gelandet. Sie tut dem Team gut und gibt uns mehr Präsenz unter den Körben!“
Der Erfolg bedeutet auch ein wenig Luft zum Atmen im Kampf um den Klassenerhalt, denn mit drei Siegen und fünf Niederlagen platzieren sich die Löwinnen im unteren Mittelfeld und verlassen die Abstiegsränge. Damit können die GISA LIONS etwas entspannter die Reise zum Auswärtsspiel nach Heidelberg am 30.12.2020 antreten.
An dieser Stelle möchten wir Chelsea Waters, Powerforward der inexio Royals Saarlouis, der ein Zusammenprall während des Spiels, ziemlich zugesetzt hat, schnelle Genesung wünschen.

Let’s Go GISA LIONS!

GISA LIONS: Fouraki (22 Punkte/16 Rebounds/- Dreier), Kreuter (15/4/2), Huff (13/5/3), Simpson (8/5/2), Kasparkova (4/5/-), L. Schinkel (3/6/1, 5 Assists), White (3/2/1), Oswald (3/-/-), Grudzien (2/7/-),  J. Schinkel

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