Fotos: DBB

VON ANDREA HEISE

Superlative werden in der heutigen Zeit sehr schnell verwendet. Wenn die GISA LIONS vermelden, dass Lotta Stach in der bevorstehenden Saison für Halle auf Korbjagd geht, ist das definitiv eine überbordende Neuigkeit und eine vielversprechende Neuverpflichtung. Ein kurzer Blick auf ihre Familie lässt den eingangs erwähnten Superlativ Realität werden.

  • Die Mutter Julia – ehemalige Handballerin und gefeierte Künstlerin.
  • Der Vater Matthias – erfolgreicher Tennisspieler und dem geneigten Fan des „weißen Sports“  als fachmännischer Kommentator unzähliger legendärer Matches im Ohr.
  • Die Schwester Emma – Collegelegende, Profibasketballerin und unverzichtbare Spielerin der Nationalmannschaft.
  • Der Bruder Anton – ambitionierter Profifußballer, der mit SpVgg Greuther Fürth am vergangenen Wochenende den Aufstieg in die 1. Bundesliga perfekt gemacht hat.

Mehr sportlicher Glanz und Erfolg  in einer Familie ist wohl kaum möglich.
Doch wir konzentrieren uns auf das Hier und Jetzt und damit auf unsere neue Nummer 14.
Lotta, die am 30.04. ihren 19. Geburtstag feierte, kann bereits auf über 30 Länderspiele in den jeweiligen Nationalmannschaften (U15, U16, U18) zurückblicken und spielt aktuell in der U20-Auswahl. Mit der dort ebenfalls aktiven Löwin Meret Kleine-Beek möchte sie in Halle erste WG-Erfahrungen sammeln und freut sich auf eine coole gemeinsame Zeit, die sicherlich auch für die Erkundung der Saalestadt genutzt wird. 
Die ersten Dribblings unternahm Lotta bereits mit sechs Jahren in Buchholz, wo ihre Familie heimisch ist.
Egal ob in der WNBL, den Nationalteams oder bei den Wettbewerben „Jugend trainiert“, Lotta war und ist, wie sie sich selbst beschreibt, eine „Kämpferin“, die keine Angst vor großen Namen hat. Von dieser Unbeschwertheit, gepaart mit unbändigem Einsatzwillen profitierten nicht nur die jeweiligen Teams. Sie bescherten ihr auch individuelle Anerkennung.
Die letzten vier Jahre war Lotta für die Hurricanes aus Rotenburg/Scheeßel in der 2. Toyota Damen Basketball Bundesliga aktiv.
Abseits des Spielfeldes hat die 19-Jährige (nicht nur durch ihre Familie bedingt) ein Faible für alle möglichen Sportarten und möchte auch in ihrer neuen Wahlheimat jede freie Minute nutzen, als Fan die hallesche Sportwelt zu verfolgen.  Darüber hinaus wird sie versuchen, die hiesige Kulturszene zu erkunden, um damit nicht nur ihrer Mutter eine Freude zu bereiten.
Schon jetzt hat Lotta Ideen für die Auswärtsfahrten. Sie wird die Zeit nutzen, die persönliche Jokesammlung zu erweitern. Natürlich verfügt Sie über klare Ziele, Vorstellungen und Erwartungen und äußert sich wie folgt: „Ich freue mich sehr auf die nächste Saison in Halle. Ich habe mir die tollen Bedingungen vor Ort bereits angeschaut. Mit Meret Kleine-Beek kenne ich ja bereits auch eine Spielerin aus der U20-Nationalmannschaft sehr gut. Sie hat mir viel Positives über den Verein und das Team berichtet. Ich habe nach den Gesprächen mit der Trainerin und den Verantwortlichen das Gefühl , dass man in Halle sehr motiviert und mit klaren Zielen in die Zukunft schaut. Bei diesem Projekt möchte ich gerne ein wichtiger Baustein sein und versuchen mitzuhelfen, dass wir einen möglichst schnellen, attraktiven und erfolgreichen Basketball spielen! Allein die Tatsache, mich mit guten Spielerinnen im Training, noch dazu bei einer Toptrainerin, messen zu können, wird mich weiterbringen. Ich mag diese Challenge! Ich möchte mich in einem professionellen Umfeld in allen Bereichen als Spielerin und Persönlichkeit weiterentwickeln, dem Team mit meinen Stärken helfen und auch bei aller harten Arbeit auch eine Menge Spaß mitbringen! Ich habe unglaublich viel Lust auf die 1. DBBL mit Halle und werde alles reinhauen, mich möglichst schnell auf dem entsprechenden Niveau zu präsentieren!“
Spätestens nach diesen Aussagen hat wohl jeder ein klares Bild einer jungen Frau, die nicht nur den Lions-Fans viel Spaß bereiten wird. Wir freuen uns schon jetzt auf einen guten Witz nach dem ersten Siegerinterview.
Vielleicht ist es auch für den Sportreporter Matthias Stach Motivation, in naher Zukunft eine längst fällige Übertragung eines Damenbasketballspiels im TV zu moderieren, das Lotta Stach mit einem Buzzerbeater für die GISA LIONS entscheidet.
Apropos Träume – gemeinsam mit ihrer Schwester Emma zu spielen steht für Lotta ganz oben auf der Liste und selbiger ist definitiv erfüllbar!