VON ANDREA HEISE

Während man am 31.10. in Sachsen-Anhalt den Reformationstag begeht, werden die GISA LIONS bei den inexio Royals in Saarlouis keine Thesen an die Kabinentür nageln, sondern hoffentlich äußerst konsequent und möglichst fehlerfrei die Setplays aufs Parkett bringen. Die Löwinnen möchten aus dem sicher noch fragilen Erfolgshauch des ersten Saisonsieges vom vergangenen Spieltag einen etwas stärkeren Luftzug werden lassen. Bekanntlich kann ein Erfolgserlebnis die mentalen Fragezeichen in Antworten  wandeln, die auf dem Basketballcourt in Siege umgemünzt werden können. Zumindest der erste Schritt ist getan.

Das trifft aber genauso auf das Team der neuen in der DBBL nicht unbekannten Trainerin Isabel Fernandez zu, welche den  aus gesundheitlichen Gründen zurückgetretenen Saulis Vadopalas ablöste. Sie konnte gleich das erste Spiel in Diensten der Saarländerinnen am zurückliegenden  Samstag gegen Heidelberg erfolgreich dirigieren.
Die bisherige Bilanz weist zudem noch einen Sieg gegen Göttingen aus. Die  Niederlagen gegen Hannover, Freiburg, Wasserburg und Düsseldorf waren  allesamt knappe Spiele. Die Verantwortlichen bezeichnen Fernandez als „Senora 100000 Volt“ und es gilt für die Lions alles daran zu setzen, dass sich diese Energie nicht zwingend am Sonntag auf dem Spielfeld entlädt. Das Team ist im Vergleich zur Vorsaison bis auf die großartigen Addison Richards, Janna Dauer und Gabriela Nemcova komplett neu formiert und hat ein paar vielversprechende Verpflichtungen getätigt. Aus Udine kamen Antonia Peresson und Tina Cvijanovic (die leider nach einem Bänderriss ausfällt und für die ein ebenbürtiger Ersatz in Magdalena Zietara gefunden werden konnte). Magaly Meynadier, allen bestens noch aus Nördlingen bekannt, ist eine absolute Führungsspielerin und immer positiv on fire. Die in der laufenden Saison aus Keltern gekommene Leah Scott erweist sich als eine konstante und zuverlässig punktende Verstärkung. Antoinette Thompson ist eine extrem erfahrene Aufbauspielerin und mit  der jungen Schwedin Lovisa Hjern hat man einen überaus talentierten Pointguard an ihrer Seite.  Die äußerst flexible finnische Nationalspielerin Maria Aijanen wird von Spiel zu Spiel besser und zeigt ihre Qualitäten nicht nur als gute Scorerin und Rebounderin, sondern verteilt auch regelmäßig gute Assists. Dazu gesellt sich mit Kira Barra eine deutsche Spielerin, die definitiv über großes Potenzial verfügt.

Alles in allem eine große Herausforderung. Aber mit der Erkenntnis, dass momentan fast jeder jeden schlagen kann, wünschen sich nicht nur Fans, dass die GISA LIONS den dafür notwendigen Sahnetag erwischen und einen Feiertag fern der Heimat zelebrieren.

LET’S GO LIONS!