VON ANDREA HEISE

Nach der 14-tägigen Ligapause und dem in dieser Zeit stattfindenden EM-Qualifikationsspiel der  Deutschen Nationalmannschaft in der SWH.arena geht es für die GISA LIONS am Samstag nach Herne.
Dort gab es in den letzten Jahren selten einen Blumenstrauß für die Hallenserinnen zu gewinnen und auch für die bevorstehende Partie gilt das Team von Marek Piotrowski als Favorit.
Bisher stehen drei Niederlagen (Nördlingen, Hannover, Saarlouis) und fünf Siege (Düsseldorf, Heidelberg, Wasserburg, Göttingen und Marburg) zu Buche.
Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass die Investition in die Zukunft mit jungen deutschen Spielerinnen weitere Früchte trägt, denn neben den bereits in der vergangenen Saison  eingesetzten Laura Zolper, Sarah Polleros und Jule Groll rückten auch Lara Langermann, Hedda Köhne und Melina Reich in die erste Mannschaft auf. Vor allem die 20-jährige Laura Zolper konnte mit durchschnittlich 13 Punkten in den bisherigen Spielen mehr als überzeugen und ist aus der Starting Five momentan nicht wegzudenken.
Neben den jungen Talenten stehen mit den bereits in der letzten Saison aktiven finnischen Nationalspielerin Pelander, der bisherigen Topscorerin  und serbischen Nationalspielerin Topuzovic sowie der nach langer Verletzungspause langsam zu alter Form findenden Nationalspielerin Montenegros Vucetic ein Großteil der tragenden Säulen erneut zur Verfügung. Ergänzt wird der durchweg hochklassig besetzte Kader durch die im Durchschnitt ebenfalls zweistellig punktenden Slovakin Remenarova, die US-Amerikanerin Enabosi und die äußerst kreativ agierende Kanaderin Nofuente.
Bei Betrachtung der Namen und Statistiken ist als erstes Respekt angesagt, aber dennoch geht es nicht ohne Hoffnung ins Ruhrgebiet.
Dabei ist die Personaldecke der Löwinnen durch die Verletzung von Eilidh Simpson und dem Wechsel von Kourtni Perry nach Griechenland nicht überbordend besetzt. Diese Entscheidung wurde im wahrsten Sinne des Wortes in Blitzgeschwindigkeit getroffen. Dass die Leistungen der Amerikanerin die Verantwortlichen nicht Jubeln ließen, war ein offenes Geheimnis, dennoch wurde viel versucht und gearbeitet. Dass die Statistiken der letzten Jahre nicht lügen, konnte Perry immer wieder unter Beweis stellen, jedoch fehlte die Konstanz. Mit dem Angebot für einen sofortigen Transfer erwiesen sich die Lions im Sinne der Spielerin als faire Verhandlungspartner und das Team wünscht Kourtni von allem das Beste bei PAS Giannena.
Somit ist es nun erneut an den jungen Spielerinnen das “Mehr” an Minuten zu nutzen. Dass jede Einzelne in der Lage ist, dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken, hat der Sieg gegen Nördlingen unter Beweis gestellt, frei nach dem Motto – das Team ist der Star!

LET’S GO LIONS!