Foto: Carola Stolze

VON FRANZISKA SEIFERT

Im Nachholspiel des 5. Spieltages gegen den BC Pharmaserv Marburg mussten sich die GISA LIONS SV Halle am Ende mit 75:81 geschlagen geben. Wirklich schade, denn man hatte das Gefühl, es wäre „mehr drin“ gewesen.

Das Team von Trainerinnen-Duo Hatzidaki/Rosanke startete gegen das A-Kader-Ensemble der Marburgerinnen. In der Startaufstellung begannen die Gäste mit Wilke/Wagner/Bertholdt/Simon/Klug – allesamt deutsch Nationalspielerinnen. Doch davon ließen sich die Löwinnen erstmal nicht beeindrucken. Dennoch plätscherte das Spiel etwas vor sich hin. Durch gute Verteidigungsaktionen von Deeshyra Thomas lagen die GISA LIONS nach fünf Minuten mit 7:6 in Führung. Marburg nahm eine Auszeit, die vor allem jedoch die Hallenserinnen zur bessern Justierung nutzen. Mit schnellen Punkten von Charlotte Kreuter und Laura Schinkel lagen sie 14:8 vorn bis der BC sich fing und angetrieben von Alex Wilke bis zur Viertelpause zum 22:20 aufschloss. Der zweite Abschnitt begann vielversprechend mit einem Dreier von Lotta Stach. Danach entwickelte sich ein konzentriertes Spiel mit vielen schönen Aktionen und hoher Trefferquote auf beiden Seiten. Bis zwei Minuten vor Ende der ersten Halbzeit war die Partie ausgeglichen (33:32). Leider hatten die Löwinnen dann plötzlich Pech im Abschluss. Drei freie und stark erarbeitete Korbleger gingen daneben. Marburg hingegen blieb hochprozentig im Abschluss und konnte sich bis zur Pause leicht absetzen (35:41). Nach dem Seitenwechsel war Marburg das spielbestimmende Team. Weiter treffsicher, gut abgestimmt und unaufgeregt setzen sich die Hessinnen Schritt für Schritt ab. Halle spielte nicht schlecht, zeigte aber Lücken in der Verteidigung und verwandelte nicht mehr so konstant wie zu Beginn der Partie. Das führte zu Unkonzentriertheiten, die dem Gegner in die Hände spielten. Mit 50:59 ging es ins letzte Viertel. Der Start in den Schlussabschnitt gehörte wieder Marburg. Schnelle Punkte zwangen Trainerin Hatzidaki zur Auszeit, die aber keinen Erfolg hatte. Innerhalb von zwei Minuten lag Marburg 50:69 vorn. Aber die Löwinnen gaben nicht auf. Mit wichtigen Punkten von Rachael Vanderwal und Meret Kleine-Beek bäumten sie sich auf. Marburg reagierte darauf jedoch sehr routiniert und erstickte jeden kleinen Lauf mit eingenen Punkten im Keim. Noch drei Minuten waren zu spielen und beim 61:79 befürchteten die Fans der GISA LIONS schon eine deftige Niederlage, aber die kam nicht. Ohne Unterlass ackerten die Löwinnen, holten gegen die zweite Reihe von Marburg einen Steal nach dem anderen und trafen plötzlich wieder. Der Lohn für die Aufholjagd, war eine eher knappe Niederlag mit 6 Punkten.

Schaut man auf die Statistik der gesamten Begegnung wird ein Aspekt deutlich. Die Löwinnen unterlagen den Dolphins ganz klar im Nachsetzen. Insgesamt 13 Rebounds weniger holten die GISA LIONS und erlaubten den Gästen vor allem 11 Offensivrebounds. Diese zweiten Chancen nutzen diese gnadenlos. Eines ist klar, das muss in den kommenden Spielen schlichtweg besser werden und ist, wie Trainerin Katerina Hatzidaki nach dem Spiel erklärte, eine Frage der Mentalität. Die Trainerin konstatierte, dass durch die kleine Aufstellung, die die GISA LIONS derzeit spielen, die Verantwortung dafür teilweise noch nicht ganz klar ist. Das ist etwas an dem sie gemeinsam mit ihrem Team arbeiten wird.

GISA LIONS SV Halle: Vanderwaal (19 Punkte/2 Dreier/3 Rebounds), Kreuter (9/3/2), Kasparkova (8/-/3), Thomas (8/-/4), Kleine-Beek (8/-/-), Schinkel (7/1/3,4 Steals), Krudzien (6/1/-), Gill (4/-/-), Stach (3/1/1), Tanacan (2/-/3), Oswald