Foto: Carola Stolze

VON FRANZISKA SEIFERT

Die Formkurve der GISA LIONS SV Halle hat einen Knick. Nach guten Auftritten im Dezember gegen Marburg und Keltern zu Hause und dem wichtigen Auswärtssieg gegen Osnabrück, ließen die Löwinnen zum Jahresende etwas den Biss vermissen, den es gebraucht hätte, um sich Luft im Abstiegskampf zu verschaffen. Nach der Niederlage am 18.12.21 beim Tabellenletzten Heidelberg, unterlagen die Hallenserinnen nun auch dem bislang 12.- Platzierten, den medical instinct Veilchen BG 74 aus Göttingen. Mit 59:63 nach Verlängerung machten sie den Gästen in der SWH.arena ein schmackhaftes Weihnachtsgeschenk und behalten nun selber den Geschmack eines faden und unnötigen Punkteverlusts. Im Dreiervergleich mit jeweils vier Siegen belegt in der Tabelle nun Göttingen Platz 10, Halle Platz 11 und Wasserburg Platz 12.
Erst einmal geht der Glückwunsch an die Göttingerinnen. Mit einer kleinen  Rotation verloren die Veilchen nie den Anschluss an die GISA LIONS, die über weite Strecken der Partie in Führung lagen. Dennoch aus Sicht der Heimmannschaft war und bleibt es eine unnötige Niederlage. Das Spiel der Löwinnen war offensiv ungewohnt statisch und zusätzlich hatten sie eine sehr schlechte Trefferquote bei den Zweipunktwürfen (zur Halbzeit 18 %). Da aber auch Göttingen keinen guten Wurftag erwischt hatte und Halle gewohnt aufwendig verteidigte, blieb es bis zur Halbzeit ausgeglichenen (23:22). In der Halbzeitpause hatte Katherina Hatzedaki dann richtige Worte gefunden und ihr Team zeigte bessere Ballbewegung und mehr erfolgreiche Aktionen zum Korb. Das dritte Viertel wurde zum Stärksten der GISA LIONS und sie konnten sich bis kurz vor Viertelende auf 43:31 absetzen. Der Dreier von Göttingens Krystina Brabencova machte den Spielstand der Viertelpause für die Gäste erträglich und läutete außerdem einen Viertelübergreifenden 0:13-Lauf ein. Den GISA LIONS gelang tatsächlich ganze fünfeinhalb Minuten kein Korberfolg und Göttingen ging 43:44 in Führung. Klaudi Grudzien erlöste mit einem Dreipunktspiel ihr Team und auch die LIONS-Fans, die ihre Mannschaft tapfer und nimmermüde anfeuerten – ein großer Dank an dieser Stelle! Leider war diese Aktion nur ein kleines Strohfeuer, denn trotz Auszeiten und Wechseln, gelang es den Hallenserinnen nicht wieder die Kontrolle über das Spiel zu gewinnen. Ein Dreier von Charlotte Kreuter brachte Halle kurz von Ende der regulären Spielzeit mit 49:47 in Führung. Doch Marie Reichert aus Göttingen verwandelte nervenstark ihre beiden Freiwürfe und erzwang die Verlängerung.
Den besseren Start erwischten hier die GISA LIONS mit fünf Punkten in Folge von Jasmine Gill, doch dann verfielen sie wieder in die bereits angesprochene Statik zurück. Keine Spielerin wollte so recht die notwendige Verantwortung übernehmen. Die Gäste nutzen die hohe Foulbelastung der Löwinnen klug aus, erzwangen Fouls und punkteten immer wieder von der Freiwurflinie. Dadurch sicherten sie sich am Ende den Sieg.
Ratlosigkeit lag nach dem Spiel in den Augen der GISA LIONS: Woran lag es, dass die Körbe nicht fallen wollten, die Foulbelastung der Göttinger Centerinnen nicht ausgenutzt wurde und es am Ende kein probates Mittel gab, den Sack zuzumachen? Alles Fragen, die die Mannschaft gemeinsam analysieren muss, um bereits am 29.12.2021 in Marburg wieder die Energie aufs Parkett zu bringen, die es braucht, um zu den besten 10 Teams der Liga zu gehören. Dass sie es können, haben sie bereits gezeigt. Let´s go GISA LIONS!

Wir wünschen an dieser Stelle allen Unterstützern, Fans, Sponsoren und Gästen der SWH.arena eine geruhsame Weihnachtszeit und bedanken uns für ihre Unterstützung.