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ANDREA HEISE

Im Vorbericht der Heimmannschaft für die gestrige exklusive Begegnung der 1. Damen Basketball Bundesliga zwischen den Eigner Angels Nördlingen und den GISA LIONS war folgendes Zitat zu finden: “Fest steht, dass gegen Halle ein umkämpftes Spiel zu erwarten ist, bei dem möglicherweise das Team mit dem größeren Einsatz als Sieger vom Platz geht.”
Die Lions hatten einige Fragezeichen, was den Rhythmus und die mentale Stärke betrifft. Die ersten Antworten für diese Aspekte waren vielleicht schon nach dem ersten zwei Minuten des Spiels zu finden. Während der Ball des erste Setplays der Löwinnen durch starke Defense des Imreh Teams nicht in die Nähe des Korbs gebracht werden konnte, war Annisa Pounds im Gegenzug mit einem gut herausgespielten 3-Punktewurf erfolgreich. Kurze Zeit später netzte sie einen weiteren ein. Das war in der dritten Minute des ersten Viertels und sollte für den Rest des Spiels der letzte erfolgreiche 3-Punktewurf nicht nur von Pounds, sondern vom gesamten Team bleiben. Im Gegenzug brillierten die GISA LIONS jenseits der 6,75m-Linie. Mit 14 erfolgreichen Abschlüssen bei 27 Versuchen, war zumindest dieser Teil des Spiels von schon lange nicht mehr dagewesener Qualität. Aber was nutzt dieser Aspekt, wenn man aus dem 2-Punktebereich völlig neben sich steht. Zur Halbzeit war es ganze 15% Trefferquote, die zum Ende auf 25% gesteigert wurde, wobei Steigerung in diesem Fall nicht zwingend im positiven Kontext zu sehen ist. Um auf den Einsatz zurückzukommen, schauen wir hier exemplarisch auf Samantha Hill. Ihre Wurfquote war an diesem Abend sicherlich ausbaufähig, aber immer wieder zog sie, wenn ihr Team Lösungen brauchte sowie in der crunch time zum Korb und das jeweils so clever, das sie den Löwinnen die Fouls anhängte und 11 von 12 Freiwürfen versenkte. Dagegen haderten das Team von Katerina Hatzidaki am Ende zu oft mit den Schiedsrichterentscheidungen. Am Ende darf trotz der Niederlage dennoch nicht unerwähnt bleiben, dass neben den bestehenden Baustellen auch Lichtblicke sichtbar wurden. Eilidh, Rachael, aber auch Charlotte, Meret und Laura erfüllten die Erwartungen. Bündelt man diese Energie und fügt den notwenigen Input aller weiteren Spielerinnen hinzu, sollten in naher Zukunft wieder Erfolgserlebnisse möglich sein. Katerina Hatzidaki äußert sich wie folgt: “Wir waren für das schwere Spiel vorbereitet, aber wir wussten, dass uns der Spielrhythmus fehlt. Darüber hinaus fehlte uns natürlich auch eine wichtige Spielerin. Mein Team versuchte diese Probleme zu meistern. Ich denke wir haben nicht so schlecht gespielt, aber haben wesentliche Fehler gemacht, die dem Gegner leichte Punkte gestatteten. Dazu hatte Nördlingen 34 Freiwürfe und wir 17. Nun müssen wir versuchen unseren Rhythmus zu finden und werden hart arbeiten, um besser zu werden.”

Für die Lions spielten: Thomas 1 Punkt, 2 Rebounds; Schinkel 9 Punkte, 3 Assists; Kasparkova 3 Rebounds; Vanderwal 12 Punkte (3 Dreier), 2 Steals; Tanacan 2 Punkte, 3 Rebounds; Stach 2 Punkte, 2 Assists ; Kleine-Beek 9 Punkte, 3 Rebounds, 2 Steals; Grudzien 1 Punkt, 3 Rebounds, 2 Assists; Kreuter 9 Punkte (3 Dreier); Simpson 24 Punkte (7 Dreier) 6 Rebounds, 2 Assists

LET’S GO LIONS!