Foto: Lysann Kairies

VON ANDREA HEISE

Die GISA LIONS haben es im Nachholspiel gegen die Luchse Hannover verpasst, sich etwas Luft im Abstiegskampf zu verschaffen und das Spiel mit 65:75 verloren. Sicherlich war ein Erfolg nicht zwingend zu erwarten, aber in Anbetracht der Tatsache, dass das Team von Sidney Parson nach der Zwangspause noch etwas Rhythmus vermissen ließ, hatten es die Löwinnen selbst in der Hand, die eigene unfreiwillige Spielpause mit einem Erfolgserlebnis zu beenden, um dementsprechend positiv in die nun Schlag auf Schlag gehende heiße Endphase des Ligageschehens zu starten. In einem Spiel, das sicherlich nicht zu den Basketball-Leckerbissen zu zählen ist, starteten die Luchse besser, was nicht allzu schwer war, gelang den Lions doch bis zur 8. Minute nichts Zählbares. Es war Meret Kleine-Beek vorbehalten, diesen Bann zu brechen. Da auch die Deeshyra Thomas einen guten Einstand in die Begegnung hatte, waren es diese Beiden, die in den ersten 10 Minuten  in der Offensive mit 9 Punkten dagegen hielten und dafür sorgten, dass die anfänglichen Befürchtungen einer Demontage keine Realität wurden. Ende 1. Viertel: 9:13.
Das zweite Viertel verlief für beide Teams in der  Verteidigung und bei den  Dreierversuchen ähnlich – Intensität und keine Treffer! Die Führung blieb jedoch auf Hannoveraner Seite, da die Rebounds kontrolliert und die Abschlüsse im Zweierbereich hochprozentiger wurden. Dennoch blieb die Zuversicht bestehen, zumal Rachael Vanderwal mit dem Buzzerbeater zum Pausentee ihre ersten Punkte erzielte und die Hoffnung auf den endgültigen Hallo-Wach-Effekt am Leben erhielt. Ende 2. Viertel: 24:33.
Der Start ins 3. Viertel verlief dann auch vielversprechend, Vanderwal mit energischen Zug zum Korb, Barbora Kasparkova spielte ihre Schnelligkeit aus, Thomas blieb beständig auf beiden Seiten des Feldes und das Team robbte sich Punkt für Punkt heran, so dass es mit 45:51 in die letzten 10 Minuten ging. Aber egal ob die erneut solide Jasmine Gill oder die unermüdlich rackernde Laura Schinkel Körbe erzielten, Hannover hatte an diesem Abend immer eine Antwort, auch wenn diese im Schlussviertel vor allem von der Freiwurflinie in Person von Kelly Moten gegeben wurden.  Diese Cleverness ließen die Lions ein ums andere Mal vermissen. Daneben erwischte Eilidh Simpson einen rabenschwarzen Tag, so dass am Ende die Mannschaft triumphierte, die bei einer ebenso schlechten 3er-Quote, einer schlechteren Freiwurfbilanz und mehr Turnovers, die Bretter kontrollierte, mehr Assists verteilte, sowie effizienter aus dem 2-Punkt-Bereich agierte.
Glückwunsch nach Hannover und für die Lions gilt es die positiven Sequenzen im Gedächtnis zu behalten.

Für die Lions spielten: Gill 14 Punkte, 6 Rebounds, 2 Steals ; Thomas 16 Punkte, 4 Rebounds ; Schinkel 8 Punkte ; Kasparkova 10 Punkte, 5 Rebounds, 2 Steals ; Vanderwal 7 Punkte, 6 Rebounds ; Tanacan 2 Rebounds ; Kleine Beek 5 Punkte, 3 Rebounds ; Grudzien 2 Punkte ; Simpson 3 Punkte, 4 Steals, Stach, Kreuter

LET’S GO LIONS!

… und hier der digitale Spielbericht