Foto: Screenshot MDR-Fernsehen SACHSEN-ANHALT HEUTE am 27.02.2022, 19 Uhr

VON FRANZISKA SEIFERT

…. gekämpft haben die Basketballerinnen der GISA LIONS SV Halle am vergangenen Sonntag beim Ligaspiel des 24. Spieltages der Toyota 1. DBBL. Da die Gegnerinnen, die Eisvögel aus Freiburg waren, taten diese das Gleiche und es wurde ein energiegeladener und spannender Basketballnachmittag in der SWH.arena. Nach 40 intensiven Minuten konnten die Löwinnen mit 78:70 ihren vierten Sieg in Folge feiern.
Es war ein Spiel im Zeichen des Friedens und der Solidarität mit der Ukraine und gleichzeitig eine mentale Bewährungsprobe für beide Teams. Die Freiburgerinnen hatten beim letzten Spiel gegen Nördlingen einen schweren Schlag mit der Verletzung ihrer Centerspielerin Emilly Kapitza zu verkraften. Bei den Löwinnen fiel neben der längerfristig verletzten Jasmine Gill auch noch Klaudia Grudzien mit Rückenbeschwerden aus. Und die schon im Allgemeinen recht dünn besetzte Centerriege der GISA LIONS erlitt bereits nach einer Minute und 12 Sekunden Spielzeit den nächsten Verlust. Devran Tanacan verletzte sich an der Wade und konnte nicht mehr ins Spielgeschehen eingreifen.
Für das verbliebene Rudel hieß das die Flucht nach vorn – mithalten und eben um jeden Ball kämpfen.
Die erste Halbzeit des Spiels war Up-Tempo-Basketball, wie es die etwa 400 Zuschauer in der SWH.arena sicher schon länger nicht mehr gesehen hatten. Freiburg machte, angeführt von Aufbauspielerin Shiori Yasuma und Flügelspielerin Christa Reed, enorm viel Druck in Offense und Defense. Nicht umsonst ist Freiburg die offensivstärkste Mannschaft der Liga mit mehr als 80 Punkten pro Spiel. Doch die GISA LIONS gingen das Tempo beeindruckend mit. Trotz erheblicher Größennachteile, die sich besonders in der Reboundstatistik niederschlugen, spielten die Löwinnen konzentriert ihren Basketball und ließen sich auch von kurzen Schwächephasen nicht aus dem Konzept bringen. In Halbzeit 1 waren es vor allem Deeshyra Thomas, Barbora Kasparkova und Charlotte Kreuter, die für Punkte sorgten. Mit 38:39 ging es nach 20 Minuten in die Kabine. Das dritte Viertel eröffnete Eilidh Simpson mit ihrem ersten Dreier des Spiels, was wichtig für die Psyche der LIONS war.
Das Spiel verlief völlig ausgeglichen (43:43, 47:47). Dann kamen die vier Minuten der Kapitänin. Rachael Vanderwal weiß, wann ihr Team sie braucht und so auch gegen Freiburg. Trotz guter Verteidigung von Freiburgerin Lina Sontag drückte Rachael dem Spiel ihren Stempel auf. Organisierte, verteidigte, reboundete und erzielte all ihre Punkte in diesen wichtigen vier Minuten. Mit dem schön herausgespielten Dreipunktwurf von Laura Schinkel konnten die Löwinnen sich eine 59:51-Führung nach dem dritten Viertel erarbeiten. Auch der Beginn des vierten Viertels gehörte Laura, die durch einen And-One (erfolgreicher Korbleger plus Foul und Freiwurf) die erste zweistellige Führung erzielte (62:51). Doch die Eisvögel gaben sich nie auf, hielten das Tempo weiter hoch und arbeiteten sich wieder heran. Die erfahrensten Spielerinnen der Eisvögel, Mirna Paunovic und Shiori Yasuma, hielten die Gäste im Spiel und brachten ihr Team wieder in Schlagdistanz (73:70, eine Minute vor Spielende). In der Crunchtime behielten die GISA LIONS jedoch einen kühlen Kopf. Das neu gewonnene Selbstbewusstsein der letzten drei Siege war in jeder Aktion spürbar und so belohnten sich die Hallenserinnen mit einem weiteren Sieg.
In den nächsten zehn Tagen stehen gleich drei weitere Partien auf dem Programm. Am 03.03.2022 ist Saarlouis zu Gast in der SWH.arena und am 06.03.2022 geht zum Tabellennachbarn TSV 1880 Wasserburg und am 09.03.2022 fahren die GISA LIONS nach Keltern zu den Rutronik Stars.

GISA LIONS SV Halle: Simpson (19 Punkte/3 Dreier/7 Rebounds), Thomas (16/-/4), Schinkel (10/1/1), Kreuter (9/2/4), Kasparkova (8/-/3), Vanderwaal (7/1/6), Kleine-Beek (7/-/3), Tanacan (-/-/1), Stach (2/-/1), Oswald

digitaler Spielbericht